Energieeinsparung & Klimaschutz

Die globale Erwärmung unserer Erdatmosphäre muß beunruhigen, denn sie betrifft unsere Lebensgrundlage.

Ein wesentlicher Faktor für die Klimaveränderung ist der Energieverbrauch - im Wesentlichen durch die Verbrennung von fossilen Brennstoffen wie Öl und Gas - und der damit verursachte Ausstoß des "Treibhausgases" CO2.

Schon heute sind die durchschnittlichen Temperaturen um 0,8 Grad gegenüber dem Jahr 1900 gestiegen. Wissenschaftler halten einen Temperaturanstieg von mehr als 2,0 Grad für gefährlich.

Um dies zu verhindern, muß der Ausstoß von CO2 weltweit drastisch gesenkt werden. Ein erster verbindlicher Schritt auf internationaler Ebene ist die Verabschiedung des Kyoto-Protokolls. Demnach haben sich die Industrieländer zu einer Senkung des Co2- Ausstoßes von 5 Prozent (gegenüber dem Jahr 1990) bis 2012 verpflichtet. Dennoch müssen die CO2- Emissionen in Zukunft stärker verringert werden: der Wissenschaftliche Beirat des Bundesumweltministeriums hält eine weltweite Verringerung um etwa 50 Prozent bis 2050 für notwendig.
Auf dem Brüsseler Energie-Gipfel im März 2007 verpflichteten sich die Europäer bis 2020, den CO2-Ausstoß um 30% zu senken, Deutschland strebt eine Senkung um 40% an (gegenüber dem Jahr 1990).


Welche globalen Folgen sind zu erwarten, wenn die Erwärmung des Klimas nicht ausreichend verringert werden kann?

Zunahme von Wetterkatastrophen wie Stürme und Hochwasser, Anstieg der Meeresspiegel und Dürre in Gebieten, die bisher fruchtbar waren. In Folge von knapp werdenden Ressourcen können weitreichende Krisen und internationale Konflikte entstehen.


Sind wir dem hilflos ausgeliefert und müssen tatenlos zusehen?

Nein, denn es gibt Handlungskonzepte, die aufzeigen, wie Energie eingespart werden kann und wie alternative Energiequellen, die keinen CO2- Ausstoß verursachen, die fossilen Brennstoffe ersetzen können.

Um diese Handlungkonzepte zu verwirklichen, gibt es zum Einen staatliche und regionale Anreize wie z. B. Förderprogramme oder das EEG (Energie- Einspeise- Gesetz). Zum Anderen gibt es gesetzliche Regelungen wie dem Emissionshandel und - im Gebäudebereich - die EnEV (Energieeinsparverordnung) und den Energieausweis (auf der Grundlage der EU- Gebäuderichtlinie)
Das "Klimaschutz-Beschleunigungsgesetz" umfasst insgesamt zehn Punkte. Ein Schwerpunkt wird dabei die Steigerung der Energie-Effizienz sein. Dazu gehört z. B. der Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung und die Mittel für das Gebäudesanierungsprogramm der KfW.


Gibt es bei all den Horrorszenarien auch etwas Positives zu berichten?

Ja, denn "Klimaschutz kostet zehnmal weniger als die Folgen"

(Zitat aus der FAZ vom 11.12.2004, Herr Peter Höppe, Leitung Fachbereich Georisikoforschung der Münchener Rück, der weltweit größten Rückversicherung)